Rundreise Lofoten - ins märchenhafte Land der Trolle

Die Lofoten sind eine Inselgruppe vor der Küste Norwegens, etwa 100 bis 300 km nördlich des Polarkreises gelegen, die aus ca. 80 Inseln, unter anderem Austvågøy, dem südlichen Teil von Hinnøy, Skrova, Gimsøy, Vestvågøy, Flakstadøy, Moskenesøy, Værøy und Røst, bestehen. Die wichtigsten Inseln sind dabei durch Brücken oder Tunnel miteinander verbunden. Vom Festland ist die Inselgruppe durch den Vestfjord getrennt.

Was Sie auf Rundreisen Lofoten erwartet, ist mit drei Attributen kurz und prägnant umschrieben: schroff, gegensätzlich, faszinierend. Gerne werden die Lofoten auch als das Inselreich mit den zackigen Fjorden, versteckten Naturhäfen, schroffen Berggipfeln, grünen Hängen und in Nebel getauchten Mooren bezeichnet. In dieser Region ist die Landschaft von den Menschen geprägt und die Menschen wiederum sind von der Landschaft geprägt. Die Landschaft ist meist und gerade in Richtung von West nach Ost ein fließender Übergang von Sandstränden, Sümpfen, Wiesen und Felsen. Auch ist mittlerweile der Baumbestand wieder angewachsen und sind manche Gebiete regelrecht zugewachsen ... nachdem vor Generationen die Wälder stark abgeholzt worden waren. Als Grundsatz gilt in landschaftlicher Hinsicht für die Lofoten, dass dort, wo Sonne hinkommt, Grün zu finden ist, und dort, wo der Schatten regiert, auch Schnee und kahle Felsen regieren. Und generell ist es an der Ostseite geschützter als auf der Westseite der Insel ... weshalb die Ostseite auch die hauptsächlich besiedelte ist, denn greifen dort Wind und Seegang weniger stark an, da die teils über 1.200 m hohen Berge der Region alpinen Charakter aufweisen und allzu heftige Wettereinflüsse abhalten.
Das wohl bekannteste Naturphänomen, dem Sie bei einer Rundreise Lofoten neben der Mitternachtssonne (Ende Mai bis Mitte August) begegnen, ist der Mahlstrom oder Moskenstraumen, bei dem es sich um einen gefährlichen Strudel handelt, der – wie die anderen, kleineren – dadurch entsteht, dass die Gezeiten mit großer Gewalt das Wasser zwischen den einzelnen Inseln hindurch pressen.

Das Klima auf den Lofoten ist bedingt durch die Ausläufer des Golfstroms relativ mild. So können in den Sommermonaten durchaus Durchschnittstemperaturen von rund 30°C erreicht werden. In den kältesten Monaten (Dezember bis Februar) fallen die Temperaturen auf bis zu -15°C. Als Faustregel für die eigene Wetterprognose während Ihrer Rundreise über die Lofoten gilt: Wolken und Ostwind bedeutet schönes Wetter mit Sonne, Wolken und Westwind bedeutet schlechtes, regnerisches Wetter.

Das Spiel des Wetters und das raue Klima in Kombination mit dem stellenweise eigenwilligen Landschaftsbild machen die Lofoten zu einem Mekka für Maler und Schriftsteller. Aber auch für kulturelle Interessierte, die das Resultat jener interessiert. Dafür existieren beispielsweise mehrere sehr gute Galerien, in denen zu sehen ist, wie berühmte norwegische Maler oder auch Fotografen die Gegend auf ihre Weise im Bild festgehalten haben. Eine weitere – was man vielleicht eher weniger vermuten würde – Kunstgattung, die auf den Lofoten zur Kultur beiträgt, ist knallharter Rock und Blues mit E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und Lichtanlage ... beispielsweise in den hellen Nachtstunden live aus dem Praestengbrygga zu erleben.
Kultur aber ebenso bei Besuch in einem Fischerdorf mit rustikalen Fischerhütten oder knallbunten Häusern. Letztere werden Ihnen zum Beispiel im Fischerdorf Eggum an der Westküste geboten; parallel dazu ein herrlicher Sandstrand an arktisch kühlem Meer. Ein eindrucksvolles Erlebnis – und nicht nur für Angler – bei Rundreisen Lofoten ist gewiss auch, mit dem Kutter auf eine Rundfahrt hinaus in den Westfjord zu fahren. Viele Kutter finden Sie garantiert in Svolvær, der Hauptstadt der Lofoten, die bis heute vom Fischfang geprägt ist. Apropos Fisch ... verpassen Sie nicht, wenn Sie an Holzgerüsten, den so genannten „Stockfisch-Kathedralen“ vorbeikommen, diese Spezialität der Region zu kosten. Ebenfalls lofotische Kultur, zum Einverleiben quasi.