Rundreisen Sulawesi – durch ein faszinierendes Stück Indonesien

Sulawesi, das frühe Celebes, ist eine indonesische Insel zwischen Borneo und Neuguinea. Aufgrund ihres vulkanischen Ursprungs ist die Insel stark gegliedert und von sehr unregelmäßiger Gestalt. Manche sagen, Sie habe die Form einer Krake oder einer Orchidee. Die starke Gliederung bewirkt übrigens, dass kein Ort auf der Insel weiter als 50 km vom Meer entfernt liegt.Vor der nordöstlichen Spitze von Sulawesi befindet sich die Insel Siau mit dem Schichtvulkan Mount Karangetang.
Da die Landschaft zu 68% aus Gebirgen besteht, begegnen Sie mit einer Rundreise Sulawesi dem gebirgigsten Teil Indonesiens. In jeder der vier Provinzen kommen Gebirge mit über 2.000 Metern Höhe vor. Höchste Erhebung ist der Rantemario in der Provinz Südsulawesi mit 3.440 Metern über dem Meer. Die 12 noch aktiven Vulkane befinden sich ausschließlich im Nordteil der Insel. In jedem Fall einen Besuch wert sind beispielsweise die fruchtbaren Vulkanhänge des Minahasa-Hochlandes.

Durch den nördlichen Teil Sulawesis verläuft zudem der Äquator – was dem zentralen Bergland das ganze Jahr hindurch starke Niederschläge beschert. Woraus sich jedoch auch eine üppige Vegetation mit dichtem Regen- und Hochnebelwald ergibt.
Überhaupt (und speziell für Dschungel-Touren) ist das zentrale Hochland touristisch äußerst beliebt. Des Weiteren sind für Rundreisen Sulawesi das Toraja-Gebiet nördlich von Makassar, die Tauchgebiete bei Palu, das Gebiet um die Insel Bunaken nördlich von Manado, die Lembeh-Street, die touristisch vollkommen unbekannten Banggai-Inseln südlich von Luwuk und die zum Teil noch naturbelassenen Togian-Inseln, die im Oktober 2004 zum Nationalpark erklärt wurden, interessant.
Als wichtigsten Standort für die Erhaltung der wild lebenden Tiere auf Sulawesi stufte die Wildlife Conservation Society den auf der Halbinsel Minahassa liegenden Nationalpark Bogani Nani Wartabone ein. Ein anderes besonderes Schutzgebiet ist Tangkoko Duasaudara im äußersten Nordosten, am Fuße des Vulkans Dua Saudara. Von der Taucherinsel Bunaken oder auch Manado ist es nach einer zweistündigen Fahrt relativ leicht zugänglich und erlaubt zwischen Grasland und Dschungel Einblicke in die Welt vieler endemischer Arten, zu denen unter anderem Hornvögel, Hammerhühner, der Sulawesi-Koboldmaki und wild lebende Horden von Schopfaffen oder -makaken zählen. Der Nationalpark Lore-Lindu hingegen ist für seine Megalith-Kultur bemerkens- bzw. sehenswert.

Von einer anderen Seite zeigt sich Sulawesi dann mit dem fast 2.000 km langen Trans-Sulawesi-Highway, der sich nach 50-jähriger Bauzeit nun von der Inselhauptstadt Makassar im Süden nach Manado durch die Insel zieht.
Generell dürfen Sie sich auf einer Rundreise Sulawesi auf Vielschichtigkeit freuen – einerseits hinsichtlich der Naturparadiese, andererseits hinsichtlich der Kulturen, denn so verschieden die Inselarme sich präsentieren, so verschieden und einzigartig auch die Volksstämme, die hier beheimatet sind. Die Bugis in Südsulawesi sind meisterhafte Bootsbauer und Seemänner, die mit ihren Phinis-Schonern in früherer Zeit den Seehandel zwischen den Inseln beherrschten. Die Toraja im Hochland um Rantepao ringen der kargen Landschaft ihren Lebensunterhalt ab. Bei einer Begegnung mit diesem Volk werden Sie eine komplizierte Gesellschaftsstruktur mit speziellen Bräuchen kennen lernen.
Wer dagegen einfach nur Erholung sucht oder der bekannten Tauchgebiete wegen nach Sulawesi reist, dem sei der Nordteil der Insel zu empfehlen. Vor allem die steilen Riffwände im Bunaken Nationalpark bei Manado ziehen Unterwassersportler an.