Rundreisen Sumatra – dorthin, wo Ursprünglichkeit und Moderne vereint sind

Die Insel Sumatra oder Sumatera gehört zu Indonesien und ist mit 473.000 qkm (die vorgelagerten Inseln sind dabei mitgerechnet) die sechstgrößte Insel der Welt. Die ursprüngliche Bezeichnung Sumatras war „Swarna Dwipa“, was „Insel des Goldes“ bedeutet. Südöstlich von Sumatra und nur durch die 40 km breite Sundastraße getrennt, liegt die indonesische Hauptinsel Java; jenseits des 600 km breiten östlichen Meeres die Insel Borneo, und im Norden, durch die enge Straße von Malakka getrennt, die Malaiische Halbinsel mit Singapur.

Die Insel mit einer Ausdehnung in Nordwest-Südost-Richtung von 1.700 km und bis zu 370 im Breite wird in ziemlich ihrer Mitte vom Äquator durchquert. Die Westküste wird vom südostwärts immer höher werdenden Barisan-Gebirge begleitet. Hier ragt der Mount Kerinchi neben anderen Dreitausendern mit eine Höhe von 3.805 m in den Himmel. Der vulkanischen Aktivität in diesem Gebirge verdankt Sumatra fruchtbares Land und malerische Landschaften, wie den Tobasee. In der östlichen Hälfte der Insel führt Sie die Rundreise in ein flaches und vielfach von Sümpfen bedecktes Gebiet. An den 64.000 qkm der Fläche des gesamten Archipels, die bereits von der indonesischen Regierung zum Schutzgebiet erklärt wurden – eben weil ein großer Teil der Tier- und Pflanzenwelt vom Aussterben bedroht ist und weil der tropische Regenwald teils großflächigen Rodungen zum Opfer fiel – hat auch Sumatra mit gleich mehreren Naturparks Anteil. Als bekannteste wären Gunung Leuser im Norden, der Kerinchi-Seblat-Nationalpark im Süden, sowie die Naturschutzgebiete Rimbo Panti und Lembah Harau bei Bukittinggi zu nennen. Rundreisen Sumatra zeigen Ihnen eine Vielfalt in Flora und Fauna wie auf keiner anderen Insel Indonesiens. Diese weiter zu bewahren und das Fortschreiten des Rückgangs der in aller Welt berühmten Regenwälder Sumatras (die 2004 als Naturdenkmal in der Liste des UNESCO- Welterbes aufgenommen worden sind) zu verhindern, versuchen Schulen und andere Initiativen zaghaft aber konsequent, der Bevölkerung ökologisches Verhalten nahe zu bringen.

Klimatisch dürfen Sie sich bei einer Rundreise Sumatra auf tropische Verhältnisse einstellen. Wobei von April bis Oktober Trockenzeit herrscht und von November bis März Regenzeit. Allerdings lässt sich Sumatra auch während des Monsuns gut bereisen – als empfohlene Reisezeit ist dennoch meist die der Trockenzeit angegeben. Zudem lässt sich sagen, dass das indonesische Klima auf den meisten Inseln im Winter und im Sommer wenig Extreme aufweist und die Temperaturen eigentlich immer zwischen 25 und 30°C liegen.

Rundreisen Sumatra führen, ja entführen Sie regelrecht in eine Region voller geologischer Wunder und ethnologischer Raritäten. Abwechslung erwartet Sie also ebenso hinsichtlich der Naturschönheiten wie auch auf den Spuren vergangener Kulturen.
Ein besonderes Erlebnis dürfte auch der Besuch der Auswilderungsstation für Orang Utans in Bohorok sein. Mit etwas Glück lassen sich die Tiere auf einer Dschungelwanderung beobachten. Eindrucksvoll auch der Tobasee – größter See Südostasiens ... wobei bereits die Anfahrt, vorbei an zahlreichen Kakao-, Ölpalmen-, Ananas- und Zimtbaumplantagen, auf ihre Weise beeindruckend ist. Am See selbst können Sie sich von Parapat aus mit einer Fähre zur Insel Samosir inmitten des Tobasees übersetzen lassen. Von der Fähre aus sehen Sie malerisch wirkende Batak-Dörfer mit erstaunlichen Pfahlbauten. Dem höchst gelegenen See in Südostasien begegnen Sie ebenfalls auf Sumatra: es ist der Lake Gunung Tujuh. Des Weiteren verfügt die Insel mit dem „Fund vom schwarzen Felsen“ über einen besonderen Unterwasserschatz. Es handelt sich dabei um das Wrack eines chinesischen Schiffes aus der Tang-Dynastie (618-907), auf das Taucher 1998 in der Nähe der kleinen Insel Belitung östlich vor Sumatra stießen.
Zu diesen Sehenswürdigkeiten gesellen sich solche von kultureller wie historischer Bedeutung hinzu. Seien es bereits erwähnte Batak-Dörfer am Ufer des Tobasees oder aber auch die Moschee Mesjid Raya Baiturrahman, der Palast von Pangaruyung, der als rekonstruierter Sultanspalast vor den den Toren Bugittinggis liegt, sowie Megalithkultur auf Nias. Letzteres gilt parallel wie kontrastierend übrigens als Surfspot. Und auch einen Ausflug nach Medan oder Padang sollte auf Sumatra nicht fehlen.