Rundreisen Bali – die Insel der Götter erkunden

Bali, die westlichste der Kleinen Sunda-Inseln, gehört seit 1949 zu Indonesien und bildet die gleichnamige Provinz dieses Staates und liegt im Indischen Ozean zwischen Java und Lombok. Die Provinz Bali umfasst neben der Hauptinsel auch noch die kleineren Inseln Nusa Penida, Nusa Lembongan und Nusa Ceningan. Geologisch gesehen ist Bali eine relativ junge Insel, deren Fauna und Flora sich kaum von der des malaiischen Festlandes unterscheidet, da die verhältnismäßig flachen Meeresstraßen, die dazwischen liegen, im Verlauf immer wieder austrockneten. Dafür unterscheidet sich das Bild von Lombok und Bali deutlich, da zwischen diesen beiden Inseln die so genannten Wallace-Linie verläuft – die biogeographische Trennlinie zwischen asiatischer und australischer Flora und Fauna.
Landschaftlich wird Bali vornehmlich, heißt zu etwa drei Vierteln, von Bergen bedeckt; die meisten davon sind vulkanischen Ursprungs. Höchste Erhebung darunter ist der Vulkan Gunung Agung ist mit 3.142 Metern. In dem „Großen Berg“ sehen die Balinesen den Sitz der Götter. Westlich davon schließt sich der riesige Vulkankrater des Batur-Massiv an, dessen Durchmesser etwa 10 Kilometer beträgt. Den Randkegel bildet der Gunung Abang mit 2.153 Metern Höhe und das Innere des Krater füllen der Gunung Batur und der Kratersee Danau Batur aus.
Der einst weitflächige Monsunwald wurde durch Kultivierung der Landwirtschaft im Laufe der Zeit stark zurückgedrängt. Eine Ahnung von der ursprünglichen Vegetation vermittelt allerdings der Westen der Insel; dort existiert seit 1984 der Bali-Barat-Nationalpark. Eine liebliche Atmosphäre schaffen tropische Blütenbäume wie Frangipani, Bougainvillea oder Hibiskus. In den Trockenregionen hingegen wachsen vorrangig diverse Palmenarten. Alles in allem lässt sich Bali in sechs Vegetationszonen aufteilen: tropischer Trockenwald im Norden und Westen, tropischer Nebelwald in Höhen von 800-1.500 Metern, Feuchtsavannen auf der südlichen Halbinsel, Mangrovenwälder im Südosten und Westen Balis sowie Kulturland, das heute den größten Teil der Provinz einnimmt.

Das Klima, in dem Sie sich während einer Rundreise durch Bali befinden, ist tropisch warm mit hoher Luftfeuchtigkeit. Regenzeit herrscht in den Monaten November bis März – wobei die zentrale Gebirgskette für eine sehr ungleichmäßige Verteilung der Niederschlagsmenge sorgt. Bei den Temperaturen liegen die Werte in der Trockenzeit von Mai bis Oktober bei 24-34°C, in den Hochlagen bei 10-20°C erreicht und in der Küstenregion werden durchschnittlich 30°C erreicht.

Oft sind sattgrüne Reisterrassen und Tempel, die an Festtagen ein farbenprächtiges Schauspiel bieten der Anreiz zu Rundreisen Bali. Und tatsächlich gehört dies mit zur Insel. Allerdings gibt es weit mehr zu entdecken. Beispielsweise Gamelanmusik. Dieser können Sie in Batubulan lauschen, denn ist der Ort für die für europäische Ohren anfangs eher gewöhnungsbedürftigen Klänge ebenso bekannt wie für seine Steinmetzkunst. Auch lässt sich hier der traditionelle Barong bestaunen – ein Tanz, der eindrucksvoll den Kampf zwischen Gut und Böse darstellt. Bei einem Ausflug nach Batuan lässt sich der dortige prächtige Tempel, das Handwerksdorf Mas, die Königsgräber von Gunung Kawi sowie die Elefantenhöhle Goa Gajah besichtigen. Mit Ubud treffen Sie auf das Zentrum der balinesischen Kunst, speziell der Malerei: Nicht umsonst wird die Strecke dorthin als die „Straße der Künstler“ genannt. Rundreisen Bali – das sollte Ihnen schon jetzt deutlich werden – stehen also für unterschiedlichste Eindrücke und viel Abwechslung.
Der Hauptstadt eines vergangenen, mächtigen Königreiches begegnen Sie mit Klungkung. Hier empfiehlt sich, unbedingt die aus dem 18. Jahrhundert stammende Gerichtshalle Kerta Gosa mit ihren schönen Wayang-Malereien zu besichtigen. Am Fuß des Vulkanberges Gunung Agung erwartet Sie das Hauptheiligtum der Balinesen: die riesige Tempelanlage von Besakih. In diesem Komplex aus Schreinen werden nicht nur die Götter Shiva, Vishnu und Brahma, sondern auch zahlreiche andere Gottheiten verehrt und es lohnt die besondere Atmosphäre dort wahrzunehmen. Sehr sehenswert zudem Singaraja, die ehemalige Hauptstadt Balis, die Ihnen mit herrlichen Bauten Zeugnisse der Kolonialzeit vorführt. Und einen Besuch ebenfalls wert ist die jetzige Hauptstadt Denpasar.
Bei all der faszinierenden Kultur aber bitte nicht die wundervolle Natur auf Bali vergessen! Palmenstrände, Wasserfälle, intensive Farben, atemberaubende Panoramen. Die schönste Vulkanlandschaft ganz Indonesien liegt außerdem auf Bali ... überzeugen Sie sich selbst, indem Sie Kintamani aufsuchen und dabei die großartige Szenerie des Gunung Batur und seines anmutigen Kratersees finden. Nicht zuletzt damit wird Ihnen die Rundreise Bali unvergesslich bleiben.